#1 Taucha 26.4.14 - Bericht von Bernd 27.04.2014 11:24

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PUHDYS – Erstes Open Air 2014 in Taucha am 26.4.2014

Lange im Vorfeld haben wir dieses Konzert geplant, dank des Internet wussten wir, dass es zur neuen Konzertsaison einige Überraschungen geben wird. Immerhin spielt die Band im 45. Jahr und da sollte schon einiges passieren.
Und es passierte auch …

Wir nun Ausrüstung und Proviant ins Auto eingepackt, Daten in mein als Navi umfunktioniertes Handy eingegeben, und los ging es. Wir kamen gut die ca. 115 km vorwärts. Rechtzeitiges Erscheinen sichert beste (Park-) Plätze und so standen wir gegenüber vom Eingang am Hauptzollamt. Mit uns waren schon 2 der „Drei Gleichen“ mit Mutter aus Sachsen – Anhalt da und auch Torsten der „Eisbär“ aus Dresden traf mit uns zeitgleich ein. Anschließend erwarteten wir Martina und Familie aus Nachterstedt, wir kannten uns bisher nur von Telefonaten, tauschen uns über vieles vergangene und aktuelles zum Thema PUHDYS aus und gestern war es nun soweit, dass wir die netten Drei persönlich treffen konnten! Martina hatte zur Sicherheit uns gleich die Eintrittskarten besorgt, so hatten wir beim Run um die besten Plätze einen kleinen Zeitvorsprung.
Am Einlasszaun lauschten wir noch dem Soundcheck, es wurden paar Klassiker geübt wie auch endlich dann später die drei erwarteten Songs aus meinem persönlichen Lieblingsalbum „Schattenreiter“ von 1981. Und zwar: „Was vom Leben bleibt“, „Nebelmeer“ und „Der Außenseiter“. Dann endlich, mit 30 min Verspätung aufgrund des länger währenden Soundchecks, begann der entspannende Einlass. Ein freundlicher Hinweis meinerseits an die Löwen-Security wegen meiner kleinen Trinkflasche für Medikamente ging anstandslos durch. Die beiden Frauen und Martinas Sohn sicherten sich Reihe eins mittig, ich bin mit ihrem Mann dann wegen Filmen zum Lichttechnik-Zelt hinter, was sich als klarer Vorteil erwies. Denn vor der Bühne standen wieder diese gigantischen Boxen im Graben und das sind Videokiller pur…
Inzwischen trafen wir zahlreiche Bekannte aus Foren und eben aus dem realen Leben wieder, so Jennifer, Maxi und Katherina mit ihren Zwergen, Frank alias „Julius“ , Marcus - der Weitreisende (war am Abend zuvor in Wandlitz zur Buchlesung mit Maschine), zu meiner Überraschung die Schuberts aus Großräschen sowie Mirko mit Freundin und weitere Bekannte, die ich jetzt namentlich nicht alle zuordnen kann.
Da das Konzert bereits 19:00 Uhr beginnen sollte, also nach dem Sandmann im MDR, waren wir verwundert, dass nach 18:15 Uhr der Platz noch ziemlich leer war. Der DJ versuchte uns von der Bühne aus Helene und Andrea schmackhaft zu machen, in BaWü machen sich gerade Politiker stark, Helene Fischer-Musik bei Volksfesten zu verbieten, weil sie für Lärmbelästigung durch das mitgröhlende Publikum sorgt. Man kann geteilter Meinung sein…
Aber eben so verwunderlich war es dann für mich, dass pünktlich zum Konzertbeginn um exakt 19:00 Uhr bei untergehender Sonne der Platz doch plötzlich sehr voll wurde und aus den anfangs vielleicht 200 Leuten eine dreiviertel Stunde zuvor, zum Konzertstart einige Tausend wurden. Ich würde mal so 2500 bis 3000 schätzen.
Die Setlisten waren geklebt, nachträglich korrigiert und die Techniker an ihren Plätzen. Es konnte losgehen!

Mit dem Schiffsintro begann das Konzert, zu „Unser Schiff“ waren dann alle 5 Musiker an ihren Plätzen angekommen. Gut in Szene gesetzt wurde es trotz Tageslicht gekonnt mit Nebel - und Blaulichteffekten. Man spürte auch von hinten die Begeisterung des Publikums in den vorderen Reihen. Die Hymne unserer Jugend – „Wenn Träume sterben“ folgte als nächstes, Quaster bediente wieder den Vocoderschlauch. „Die Welt ist ein Wunder“ – Quasters Song zum Thema Zufriedenheit. Natürlich fehlte auch in Taucha „Melanie“ mit der Gitarren-Überleitung zu „Kühle Lady“ nicht. Nach 2 weiteren Songs war es endlich soweit. Die erste Überraschung bei Sonnenuntergang. Von links zog Kunstnebel dezent auf die Bühne, der sich schnell auflöste. Ein Hinweis darauf, dass die 5 im „Nebelmeer“ stehen und gleichnamigen Song aufführten. Live ein Augen- und vor allem Ohrengenuss! Die Zwischenparts an den E-Gitarren – phantastisch.
Begeistert war ich von den Jungs der Lichtcrew, wie sie die Bühne dezent, passend und jederzeit nicht zu aufdringlich ausleuchten und den Kunstnebel geschickt einsetzen. Das war Maßarbeit vom Feinsten. Großes Lob an euch für diese super Leistung und da bin ich mal gespannt, was die Lichtcrew sich für Kamenz am 7.6. ausgedacht haben wird, was ja bekanntlich alle Open-Airs bühnenbildlich übertreffen wird.

Nach einer weiteren Runde von Klassikern der 90-er wurde das altbekannte Medley mit „Geh zu ihr“ eröffnet und wie seit November 2006, holt Maschine sich 2 „Gastgitarristen“ aus dem Publikum auf die Bühne. An diesem Abend konnte die Tochter einer guten Bekannten neben Bimbo auf der Gitarre imitieren.
Vom Album „Es war schön“ gab es „Draussen warten die Sterne“ und den Titelsong, ehe Quaster dann seine Wishful Thinking Version von „Hiroshima“ in deutsch – aktueller denn je - sang. Inzwischen ist es auch schon dunkel geworden und die Lichteffekte auf der Bühne passen sich dem Nachthimmel an. Für uns hatte der Wettergott ein Einsehen, es war natürlich perfektes Wetter, wenn „Engel reisen“.
„Lust auf Abenteuer“ der Song vom 2009-er Album „Abenteuer“ war dann der Auftakt für die nächste rockige Runde, und die hatte es in sich! Nach der obligatorischen Bandvorstellung, in der Quaster dieses Mal Präsident des FC Bayern München sei, gab es sonst keine Änderungen. Wenn gerade aktuell der Papst zwei andere Päpste „heilig“ spricht, hat er bestimmt vergessen, sich das Ja des „Lieben Gott“ einzuholen. Denn der steht leibhaftig noch auf der Bühne und das ist natürlich … aus der ehemalig sowjetisch besetzten Zone … „Maaaaaschiiiiiieeeeneeeee“.
Zumindest hat er sich selber als der „liebe Gott“ musikalisch vorgestellt.

Das Warten hat sich gelohnt. Da war ja noch was… Es sollten drei Titel der „Schattenreiter“ an diesem Abend werden, geprobt wurde ja auch. Ich hatte schon Angst, dass sie einer Streichaktion zum Opfer gefallen sind. Schließlich waren wir fast im letzten Drittel des Konzertes angekommen. Endlich war der Zeitpunkt gekommen und das Intro verriet, dass mein Lieblingssong „Was vom Leben bleibt“ gespielt wird! Freude pur, die spontan mit einem lauten „Danke“ aus meinem Mund dokumentiert wurde. Und sie legten noch einen drauf. Jetzt hatte nach vielen Jahren auch „Der Außenseiter“ seine Neupremiere zu Livekonzerten.

Alles andere kann man wie von anderen Konzerten ableiten. Es wurden natürlich die bekanntesten Klassiker der PUHDYS-Geschichte gespielt, und das textsichere Publikum konnte seine Sangeskraft und –freude zu den Titeln „Wenn ein Mensch lebt“, „Lebenszeit“ und „Alt wie ein Baum“ unter Beweis stellen. Nun ist es leider auch keine Ente mehr, es geht tatsächlich bald für die PUHDYS in die „Rockerrente“, es sei, der SPD fällt noch ein, kurzfristig die Rente ab 80 einzuführen, dann müssen auch diese Herren noch etwas länger arbeiten. Körperlich geht es allen ja noch gut, wie Quaster mit seinem gebückten Marsch über die Bühne beweisen konnte.
Schade, auf meinem Zettel standen noch zwei Titel, die nicht gespielt wurden, die hätten so wunderbar zu diesem Abend gepasst. „Was bleibt“ und „An den Ufern der Nacht“. Gut, sie haben wirklich alles gegeben an diesem Abend und diese beiden Titel sollen sie sich für Kamenz aufsparen, da darf es gern noch eine Viertelstunde länger gehen.
Sie haben sich in Taucha jedenfalls entschieden, mit den „Eisbären“ weiter zu machen. Wie ich hinterher erfuhr, durfte „Eisbären-Fan“ Torsten diesmal seine Stielfahne nicht schwenken, die Security hatte es ihm aus „Sicherheitsgründen“ nicht erlaubt wegen dem Fahnenstiel. Er war in Reihe eins und hätte sicher niemanden gefährdet.
Mit „Das Buch“ endete wie seit 1984 nahezu jedes PUHDYS-Konzert auch an diesem Abend und das Publikum sang nochmals kräftig mit.
Gute 2 Stunden volle Power und geballte Ladung Rockmusik. Das hat es so von den PUHDYS in dieser Form lange nicht mehr gegeben.

Ein denkwürdiges wunderschönes Konzert stand vor dem Ende, die Band bedankte sich verneigend bei dem Publikum, ehe auch sie von der Bühne gingen.
Wir haben uns dann noch vor der Bühne getroffen, Gruppenfotos gemacht und das Konzert noch ausgewertet, Setlisten eingesammelt und uns dann von den lieben Fans verabschiedet, ehe auch wir dann nach Hause fuhren…

Insgesamt war es ein wunderschöner Abend in Taucha bei Leipzig, das Wetter paßte wunderbar, die PUHDYS zeigten Spielfreude pur und kommunizierten auch hervorragend mit dem Publikum. Die Techniker an Ton und Licht zeigten uns in sehr guter Qualität, dass es auch mit dezenten Farbenspielen und vor allem nicht übermäßigen Gebrauch von Kunstnebel sehr gute Bühnenbilder entstehen können. Und der Sound – so wie ich es diesmal vom Lichttechnik-Stand aus hören konnte, war sehr gut eingestellt! Großes Lob an die Technik-Crew, den Organisatoren in Taucha, der Band und den vielen freundlichen und begeisterten Fans am Bühnenrand! Das alles rundete das Konzert zu einem erstklassigen Erlebnis ab.

Anbei die Setliste von Taucha. Die beiden handgeschriebenen Songs wurden, wie im Bericht erwähnt, nicht gespielt.

#2 RE: Taucha 26.4.14 - Bericht von Bernd 27.04.2014 11:36

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Videos, ab sofort wird nur noch HIER vervollständigt und aktualisiert: Die Reihenfolge hier ist nach Fertigstellung sortiert, nicht nach Reihenfolge des Spielplanes ! Die kann man auf der Setlist einsehen.

1. "Nebelmeer"


1.a. Nebelmeer - Multicam aus erster und letzter Reihe ! Angela Reihe 1 Bernd: letzte Reihe (Lichtzelt)


2. Was vom Leben bleibt


2.a. Was vom Leben bleibt - Multicam . siehe wie 1.a.


3. "Ikarus-Part"


3.a. "Ikarus Part" Multicam


4. "Der Aussenseiter"


4.a. Der Aussenseiter - Multicam


5. "Das Buch" - Multicam


6. "Lust auf Abenteuer" - Multicam


7. "Es war schön" - Single-Cam


8. "Unser Schiff" - Single Cam


9. "Die Welt ist ein Wunder" - Multicam


10. "Lust auf Abenteuer" - DVD-Projekt (komprimierte Vorschau und neuer Umschnitt, und Bearbeitung)

#3 RE: Taucha 26.4.14 - Bericht von Bernd 27.04.2014 12:42

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Unser Fotoalbum hochaufgelöst unter:
https://www.flickr.com/photos/teiber1960...57644303354146/

#4 RE: Taucha 26.4.14 - Bericht von Bernd 28.04.2014 09:29

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So sehen die LVZ das Konzert in Taucha in 13 Fotos: http://www.lvz-online.de/puhdys-in-tauch...58-1270801.html
Quelle und © Leipziger Volkszeitung online

#5 RE: Taucha 26.4.14 - Bericht von Bernd 29.04.2014 16:37

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Hier noch der Artikel der Printausgabe der LVZ vom gestrigen Tag (28.4.14) zum Taucha-Konzert als PDF im Anhang.
Danke an Martina für die rasche Zusendung des Artikels !
Der letzte Satz stimmt allerdings nicht ganz, natürlich gab es zum Schluss noch "Das Buch" ! Und meine Schätzungen im Bericht gehen nun doch etwas zu weit, also 2.000 Leute waren es.

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